Gesellschaftskritik aus dem Kunstunterricht

Heute haben Wencke und ich es dann nach einem gescheiterten Versuch vor einigen Tagen endlich in die Kunsthalle geschafft, um uns eine Plakataustellung mit dem einladenden Titel "Nichts ist erledigt, Klaus Staeck - Die Retroperspektive" anzusehen. Vor meinen Gedanken dazu noch schnell unser Motiv, weil manch einer mag sich ja wundern über soviel Interesse an nicht in unserem Einzugsbereich (Innenstadt+KTV) liegenden künstlerischen NoName Veranstaltungen, wo die Aussicht auf Kaffee höchstwahrscheinlich eher gering ist. Doch, wenn man so wie wir, schon seit zwei Monaten im wohlverdienten Deutschlandurlaub ist, da verlangt das schlaffe Gehirn, gelähmt von zuviel Kaffee, lauter Musik, bunten Bildern und fremden Sprachen nach etwas KULTUR und BILDUNG.
Thema unseres Wandertages also: Gesellschaftskritik. Aufgabe des Kunstlehrers: Fertigt ein Plakat, mit dem ihr deutlich eure (oder irgendeine öffentliche) Meinung zu einem in den Medien schon viel zu viel diskutierten Thema (Klimawandel, Nazis, Bush, Atomenergie, Kriege, ...) darstellt. Wählt dazu die Form einer Collage!
Klausi hätte ne 1+ bekommen für soviel Einfallsreichtum, die vielen verwendeten Materialien und treffenden Texten zu aussagekräftigen Bildern. Wir hätten uns wahrscheinlich richtig Mühe gegeben und etwas stark intellektuelles, nur mit viel Wissen zu verstehendes, ins Detail gehendes geschaffen und wären mit ner 3- davon gekommen. Darum konnten wir diese Ausstellung auch nicht wirklich toll finden. Wahrscheinlich. An einem Enden zu platt, am anderen unverständlich (/sich unseren eingeschränkten Kenntnissen entziehend) und als allerletzes zu plakativ, zu mainstream, zu schon gesehen.
Man behauptet es ja immer wieder, vor allem bei "Meisterwerken" mit Titeln wie "Weiß auf weiß", "Schwarz mit rotem Strich" oder "Grünblau", aber nun mal ehrlich: das da hätten auch wir zwei genauso hinbekommen! Der Knaller der Ausstellung meiner Meinung nach:

Wie soll ich abschließen? Die Absicht ist ja nicht schlecht... aber bitte.
karo blub - 17. Aug, 21:57


Wandertag? Wir sind Straßenbahn gefahren!
Übrigens fällt auf:
"Heute haben Wencke und ich..." - Zitat: "Gesellschaftskritik aus dem Kunstunterricht",
"Am Freitag begaben Wencke und ich uns..." - Zitat: "So langsam bin ich wieder da, würde ich sagen".
Sollten wir aufhören uns jeden Tag gemeinsam zu beschäftigen/langweilen? Ach, Quatsch... Auf was für Ideen komm ich eigentlich wenn ich alleine bin? Bis morgen, übermorgen, über-über...
:)