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Hanse Sail 2006 Pt. 2 - Ich will nicht wie Gold sein

Nach einem kurzen Aufenthalt bei Torges Abschiedsparty, die sich innerhalb von einer Stunde vom Rosengarten, zum Conti und schließlich in die Wohnung von irgendwem im Bahnhofsviertel verlagerte, gingen wir, nach einer wirklich rührenden Ansprache des Gastgebers ("…Ja ich freu mich, dass ihr alle hier seid. Sind ja auch ein paar Leute zusammen gekommen. Ich kenn ja auch viele Leute, was ja auch ziemlich cool ist…") zu um halb 11 Richtung MAU und LOHRO Bühne und nahmen im Vorbeigehen noch das Feuerwerk mit. Klee sollte spielen und eigentlich hatten wir dem recht positive Erwartungen vorausgesetzt. Schon beim Eröffnungssong "Für alle die" stellte sich mir aber eine ziemlich unsympathische Sängerin vor, die, wie sich im Folgenden noch herausstellte, halb Playback sang (oder ist das etwa so üblich?!), blöde Songüberleitungen machte, ständig kunstvoll ihre Hose hochzog und mit ihrer bekifften Stimme vom - anfangs eher nicht so begeisterten -Publikum Stimmung forderte. Die machten dann später aber auch wirklich alle mit beim in die Hände klatschen usw. Gespielt wurden hauptsächlich Songs vom neuen Album Zwischen Himmel und Erde, die alle auch irgendwie gleich klangen und von Liebe, Trallala und Lichtstrahlen handelten. Auf jeden Fall kam sie sich für meinen Geschmack ein bisschen zu toll vor.

(Ja ich weiß, dass es eigentlich unfair ist, ihre Musik an ihr selbst festzumachen und daraufhin so schlecht über vielleicht gut gemachten deutschen Pop zu reden. Aber wenn man sich auf die Bühne stellt und glaubt, dass einem alle zu Füßen liegen, weil man ein Bier über sich gießt, dann tut’s mir Leid. Sie war mir ganz einfach zutiefst unsympathisch und auch jetzt im Nachhinein kann ich mir nicht mehr "Gold" anhören, was ich früher doch immer recht angenehm fand, ohne dabei an ihr dahin genäseltes "Dankeschön, ihr seid so toll" zu denken und angewidert ganz schnell auf andere Musik umzuschalten. Ja und sicherlich ist auch ein Konzerteindruck stimmungsabhängig, aber wenn es wirklich mitreißend gewesen wäre, hätte ich auch gerne meine angeschlagene Laune vergessen.)

Als Zugabe wurde u.a. dann noch "Gold" gespielt, für das ich mich aber auch beim von Sängerin Susi selbst produzierten Goldregen nicht mehr wirklich erwärmen konnte. Und auch ihr goldiges Outfit machte es nicht besser. Trotz bester Sicht aus der zweiten Reihe.

Größtenteils aus Langeweile hab ich dann auch noch ein paar Fotos und in anfänglicher Euphorie sogar ein Video gemacht. Das Video werde ich dann mal über Nacht mit unserer Flat-Holzmodem-Verbindung (ja volle 56 k) hochladen. Auf dem Soundblog gibts 3 Videos.



Weitere Bilder von Klee gibts auf KTV-Zone.de. Und auch von der Indie Night lassen sich dort Fotos finden, von denen vor allem dieses hier mal Erwähnung finden solle. ;)

Nun gut, irgendwann war’s ja dann auch endlich vorbei und eine Indie Night im MAU konnte beginnen. Diesmal legte außer dem Indiepapst auch DJ Alex Ninow auf. Und das spürte man deutlich. Die erste Hürde war jedoch wie immer erst einmal reinzukommen. Ich weiß nicht woran es lag, aber die netten Einlasser vom MAU wollten mein neues 18-jähriges Ich mit Führerschein in der Tasche gar nicht kennen lernen und so kam ich ohne Passierschein hinein in eine Welt voller guter Musik. Oh, und es wurde wirklich alles gespielt: Arctic Monkeys, Nirvana, Qotsa, Nada Surf, Beatsteaks, Mando Diao, Wir sind Helden, Babyshambles, Tomte, Hansen Band, Placebo, Finn., Kaiser Chiefs, Morissey, Radiohead, Sophia, Editors, The Killers und noch viele viele mehr. Selbst bei einer kurzen Runde Elektro, die eingeleitet durch Finn.s "Electrify" und Radioheads "Idioteque" zu etwas härterer unmelidiöserer Bum-Bum-Vollbassauslastung führte, stand ich noch munter auf der Tanzfläche, als mein Bruder schon aufgegeben hatte.

Doch, musikalisch gesehen, war es die beste Indie Night seit langer Zeit.
Dank Internet kennt man ja nun auch schon einige Leute, denen man gestern dann auch mal persönlich gegenüber treten konnte, so z.B. den Daniel und Stefan.
Kati (Gast) - 13. Aug, 18:53

Yeah hört sich ja nach einer echt geilen Indie Night an ...

...zu schade, bloss, dass ich nicht mit dabei war. Nun ja, so lange ich weiss, dass ihr Spass hattet, reicht mir das dann auch. Denn ich hatte ja auhc ganz gut mit meinen schwedischen Krebsen zu tun. Fazit: mhh..lecker. So jetzt bin ich ja ganz und gar von der Indie Night abgekommen...also, wenn wir wieder alle vereint sind, dann geht es erst richtig los. Mensch dann sind wir auch bald alle 18... Yeah - das rockt ;)

mit liebsten Gruerssen aus dem nordischen Schwedenländle ;)

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