Der ewige Gärtner

Gestern also schon wieder in einer Literaturverfilmung im Hansa gewesen, diesmal aber das Buch vorher nicht gelesen (ich kannte es noch nicht einmal).
Im Film von Fernando Meirelles ("City of God") geht es um Justin Quayle, der den Tod seiner ambitionierten Frau Tessa aufklären will und dabei mehr und mehr von ihrer Arbeit erfährt. Die beiden leben hauptsächlich in Kenia, Justin als Diplomat und Tess', die dabei ist einen Pharmaskandal aufzudecken. Nach ihrem Tod führt der sonst eher zurückhaltende Justin ihr Werk fort und gerät in die bösen Machenschaften der Politiker und des Pharmakonzerns.
Der Film beeindruckt mit wunderbaren Naturaufnahmen Afrikas, zeigt aber ebenso die große Armut und das Leid der Menschen auf diesem Kontinent. Mit einer recht ungewöhnlichen und eigenen Kameraführung, aber auch der Reichhalt an unterschiedlichen Farben und (afrikanischen) Klängen wird dieser Film zu etwas Besonderem.
Die Story erinnert leicht an Erin Brockovich, aber sollte das Hauptaugenmerk wirklich auf dieser Skandalsache liegen, ist es nicht sehr gut gelungen, wie ich finde. Der Zuschauer wurde nicht genug eingeführt in die ganze Sache. Die Wandlung der Hauptdarsteller (Ralph Fiennes als Justin, Rachel Weisz als Tess') ist aber wirklich gut mitzuvervolgen.
Trotz meiner Meinung nach inhaltlichen Schwächen behalte ich den Film schon aufgrund der in eigener Art und Weise übermittelten, wirklich beeindruckenden Bilder (viele krasse Nahaufnahmen und Kamera mit Handführung... also einige Male recht unangenehmes Gewackel) und der wirklich stimmigen Musik ganz gut im Gedächtnis.
karo blub - 30. Mai, 19:40


...
Danke :)